Ende Juli 2009
Die Ereignisse der letzten Wochen machen sprachlos. Unsere inzwischen leeren Transparente drücken dies aus.
In einer von Bezirksstadträtin Hänisch einberufenen Sitzung in der GRIPS-GS am 8. Juli 2009, zu der die Schulkonferenzen von GRIPS und FHG eingeladen waren, gab Frau Hänisch zu, dass die Vermutungen der GRIPS-Eltern zur zukünftigen Nutzung des Schulgebäudes, nicht von ungefähr waren. Der Bezirk wird also nicht sparen, wenn er das GRIPS-Gebäude leer räumt und dafür die beiden Grundschulen im Quartier fusionieren lässt. Dies gab die Bezirksstadträtin auch einen Tag später in der Schulausschusssitzung der BVV dem Vorsitzenden Herrn Knape gegenüber zu.
Aber niemand will daraus die Konsequenzen ziehen! (mehr zu den Sitzungen hier)
Im Gegenteil: Die Dinge werden noch beschleunigt, indem nur noch ein halbes Jahr Übergangszeit für den Umzug der GRIPS-Schüler in das Gebäude der FHG gegeben wird, statt dem wie sowohl im BVV-Beschluss als auch in den entsprechenden Leitlinien vorgegebenen einem Jahr. Es sei besser so, wird als Erklärung gegeben. Warum? Vielleicht, damit die Eltern endlich Ruhe geben und man in der BVV nicht mehr soviel Zeit für solch lächerliche Kleinigkeiten aufwenden muss? Oder damit nicht an die Öffentlichkeit gerät, welch ein Skandal in Senat, französischer Botschaft und auf Bezirksebene geschieht? Oder gibt es noch andere uns nicht bekannte Gründe, die unter Umständen persönliche bzw. finanzielle Interessen der Politiker betreffen?
So sehen Frau Hänisch, Herr Tietz & Co seelenruhig zu, wie „zwei ICE`s aufeinander zu rasen ...“, aber warum zieht denn keiner die Notbremse?
Entgegen aller vorherigen Aussagen der Verantwortlichen in Bezirk und Senat dürfen keine Erstklässler zum neuen Schuljahr in der GRIPS-Grundschule angenommen werden. Die zukünftigen Erstklässler werden einfach in die FHG-Klassen verbracht, ein Angebot des offenen Ganztagsbetriebes, wie versprochen wurde, ist in dieser Form den betreffenden Eltern bisher nicht angeboten worden.
Mit der Fusion der beiden Grundschulen wird ein Versuch diktatorischer Maßnahmen unternommen, während der Öffentlichkeit weiß gemacht werden soll, dass ein demokratischer Ablauf gewährleistet ist.
Und zum Sündenbock werden die Eltern gemacht. Es wird sogar versucht, durch Gerüchte und falsche Aussagen Misstrauen und Unfrieden zwischen Eltern und Kinder beider Schulen zu säen. Auch hier fragen wir uns, wessen Interessen dahinter stecken...
An dieser Stelle muss unbedingt auf den guten und regen Kontakt zwischen den Elternschaften von FHG- und GRIPS-Grundschule hingewiesen werden. Noch kurz vor den Sommerferien trafen sich die GEV´s beider Schulen, um für den Fall einer Fusion gemeinsame Ziele zu formulieren. (ul)
BVV am 18. Juni 2009
Wir waren selbstverständlich dabei.
Das Thema GRIPS-Grundschule stand am 18.06. wieder auf der Tagesordnung der Bezirksverordnetenversammlung Mitte:
Erstens in Form einer Bürgeranfrage und zweitens wurde von der FDP Fraktion eine Dringlichkeitsanfrage gestellt.
Die Bürgeranfragen, die GRIPS-Grundschule betreffend, konnten leider aus Zeitmangel nicht öffentlich behandelt werden. Wir erwarten die schriftliche Beantwortung.
Die Dringlichkeitsanfrage der FDP wurde von der Bezirksstadträtin Frau Hänisch beantwortet.
Sie erläuterte, dass bei der Entwicklung einer Schulkonzeption bei einer Fusion der GRIPS-Grundschule mit der Fritzlar-Homberg-Grundschule die Schulleitungen beider Grundschulen federführend wären und die schulischen Gremien beider Schulen beteiligt würden. Eine musterraumrechtliche Bedarfsklärung läge bereits vor.
Der Hort solle weiter durch den freien Träger geführt werden, es sei noch nicht klar an welchem Ort.
Zur Planung der Französischen Botschaft läge kein neuer Kenntnisstand vor.
Das Gebäude solle an die BIM verlagert werden.
Daraus entwickelte sich eine hitzige Debatte zwischen der Bezirksstadträtin und dem FDP-Verordneten.
Herr Lundkowski von der FDP ging auf die Befürchtungen der Eltern bzgl. der künftigen Nutzung des GRIPS-Schulgebäudes ein und bezog sich auf eine Aussage von Herrn Sperlich (Schulrat im Bezirk Mitte) von Sommer 2008 das ausgeschöpfte Raumangebot des Französischen Gymnasiums in der Derfflinger Straße betreffend.
Er fragte weiter nach der genauen Umsetzung der Kombination von offenem und gebundenem Ganztagsbetrieb beider Schulen.
Frau Hänisch versprach, alles dafür zu tun, um weiterhin die Wahlfreiheit zwischen offenem und und gebundenem Ganztagsbetrieb bei der Zusammenführung der beiden Schulen zu erhalten.
Zur Frage nach dem Raumangebot in der Fritzlar-Homberg-Schule verteidigte sie zunächst das Lernhaus, für dessen Erhalt die BVV mit ihrem Beschluss gestimmt habe. Frau Hänisch briachte die Jugendfreizeitstätte FIP in der Lützowstraße zur eventuellen Mitnutzung in die Debatte ein.
Durch die Bürgeranfrage fühlte sich Frau Hänisch offenbar sehr angegriffen und führte einen Gegenangriff gegen die Fragestellerin mit einer unklaren Drohung.
Herr Lundkowski führte nochmals das verloren gegangene Vertrauen der Eltern an, das nur wieder hergestellt werden könne, wenn offen über die Konzepte gesprochen werde. In der Bürgeranfrage käme ganz klar die Unzufriedenheit der Eltern zum Ausdruck.
Die Überlegungen zum Französischen Gymnasium, die in der Bürgeranfrage formuliert sind, wurden von dem FDP-Verordneten untermauert. (ul)
Tagesordnungspunkt der BVV-Sitzung am 18. Juni 2009
Unabhängig von den Bürgeranfragen ist das Thema GRIPS-Grundschule auch Tagesordnungspunkt (6.1).
Besuch beim Französischen Botschafter
Am Freitag, 5. Juni, wurden wir vom Französischen Botschafter Bernard de Montferrand
am Pariser Platz 5 empfangen.
Rot-Rote Regierung "opfert" GRIPS-Grundschule
Die BVV-Sitzung vom 28.05.2009 zeigt die Willkür und Machtarroganz der
rot-roten Mehrheit im Bezirk.
Der Änderungsantrag der SPD wurde nach einer hitzigen Debatte mit den Stimmen der SPD und der Linkspartei vor den Augen und Ohren vieler Kinder und Eltern der GRIPS-Grundschule, die bei der BVV anwesend waren, angenommen. Dieser beinhaltet, im krassen Gegensatz zur Beschlussempfehlung Schule vom 14.05.09, die Fusion der GRIPS-Grundschule mit der Fritzlar-Homberg-Grundschule zum Schuljahr 2010/11. Dies bedeutet faktisch eine Schließung.
Deutlich wurde in den Beiträgen vieler BVV-Abgeordneten, dass Druck vom Senat auf den Bezirk ausgeübt wurde. Die Redner wiesen außerdem auf den höchst verwirrenden und undemokratischen Weg, der zu dieser Entscheidung führte, hin.
In der Debatte wurde mehr und mehr klar, dass es sich um ein Versprechen des Senats bzw. des Regierenden Bürgermeisters Wowereit an die Französische Botschaft handelt.
Das Gebäude der GRIPS-Grundschule ist als Geschenk an die Franzosen zu sehen. Es wurde schon vor mehr als einem Jahr versprochen! Alle vermeindlichen demokratischen Gremien auf Quartiers- und Bezirksebene, die sich mit der Umsiedlung des Collège Voltaiere nach Tiergarten-Süd beschäftigt haben, können nur noch als Ablenkungsmanöver und Verschleierung der korrupten rot-roten Senatspolitik gesehen werden.
Die GRIPS-Grundschule und unsere Kinder sollen der sogenannten deutsch-französischen Freundschaft "geopfert" werden!
Die Entscheidung führte zu großer Betroffenheit und Verunsicherung der Eltern, Kinder, LehrerInnen und ErzieherInnen. Das Vertrauen in die Senats- und Bezirkspolitik und damit in die Demokratie ist in höchstem Maße gestört. (ul)
s. auch Artikel im Tagesspiegel vom 02.06.2009
Lasst euch nicht verunsichern
der Senat versucht seit langer Zeit, unserer Schule die Kraft zu nehmen, die sie zum Weiterleben braucht. Das erreicht er, indem ihr verunsichert werdet, was die Zukunft der GRIPS-Grundschule angeht und eure Kinder abmeldet oder gar nicht erst anmeldet.
Aber genau damit spielt ihr dem Senat und seinem Bündnispartner der Französischen Botschaft in die Hände. Denn je kleiner die Schule wird, desto leichter ist es, sie abzuservieren.
Deshalb:
Lasst euch nicht verunsichern, beschwert euch beim Senat und Landesschulamt über deren unzumutbare und beschämende Vorgehensweise. Pocht auf das Versprechen seitens Bezirks- und Senatsschulverwaltung, diesjährige Anmeldezahlen nicht als Grundlage für jegliche Fusionsüberlegungen mit einzubeziehen.
Mahnt den Senat ab, der versucht, über die Finanzmisere des Bezirks Mitte, diesen zu erpressen, die Ziele des Senats zu verwirklichen.
Unsere GRIPS-Grundschule bleibt
„UNSERE GRIPS-GRUNDSCHULE“
Wird die GRIPS-Grundschule zum Spielball missglückter Bezirks- und Senatspolitik?Soll nach aufwändiger Komplett-Sanierung das öffentliche historische Schulgebäude
für einen Spottpreis vermietet oder verkauft werden?
Die Französische Botschaft, das „Collège Voltaire“ und das Französische Gymnasium
wollen die Schüler und Schülerinnen der Grips-Grundschule „nicht vertreiben“.
Den Franzosen wurde das historische öffentliche Schulgebäude zur Nutzung angeboten,
jedoch ist diese Schule nicht leer!!!
Mitnichten, denn es stehen der jetzigen Belegung von fast 300 Kindern nur ca. 180 französische Privatschüler gegenüber!
Ist dies die Art und Weise wie Bezirkskassen angefüllt werden sollen?
Indem man eine gut funktionierende, aktive Grundschule räumt, die Kinder ausquartiert,
auf diverse Schulen „verteilt“ und das Gebäude meistbietend veräußert???
Die Folgen für die Kinder und ihre Familien wären unüberschaubar!
- Klassenverbände würden aufgelöst,
- Kinderfreundschaften zerschlagen,
- menschliche Bindungen gesprengt werden
- Familien zum Umzug gezwungen . . .
unsere Antwort ist: NEIN Dies können und wollen wir nicht hinnehmen.
Dies wäre eine Schandtat:
- für den sozialen Frieden im Kiez,
- für Berlin,
- für die deutsch-französische Freundschaft
- und für das Kinderzimmer in unserem „Europäischen Haus“.
Die GRIPS-Grundschule MUSS weiter LEBEN !!!
Unsere GRIPS-Grundschule bleibt „UNSERE GRIPS-GRUNDSCHULE“
Next page: Der GRIPS-Skandal in Daten